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Way of Life Frühling 2015 | Ausgabe 10

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Way of Life Frühling 2015 | Ausgabe 10

Suzipedia Das kleine

Suzipedia Das kleine Suzuki Lexikon Nr. 3 Hightech auf zwei und vier Rädern 28 Way of Life

suzipedia: Motorrad-Technik von A bis Z Kleine Details – große Wirkung. Nach diesem Prinzip funktioniert die Technik moderner Motorräder von Suzuki. Denn oft wissen Motorradfahrer gar nicht, was sich während einer Ausfahrt unter der Verkleidung alles abspielt. Der dritte Teil des Technik-Alphabets hat die Buchstaben M bis R als Inhalt. M wie Motoröl Da Motorradmotoren aufgrund der in der Regel höheren spezifischen Leistung mit höheren Drehzahlen laufen, stellen sie besonders hohe Anforderungen an die verwendeten Schmierstoffe. Neben dem Treibstoff ist das Motoröl die wichtigste Betriebsflüssigkeit eines Motorrads. Die primäre Aufgabe des Motoröls besteht darin, direkten Kontakt zwischen bewegten Metallteilen zu verhindern. Zudem kühlt es Motor und Getriebe und schützt vor Korrosion und Ablagerungen. Verliert das Öl durch zu große Hitze oder infolge chemischer Zersetzungsprozesse seine Zähflüssigkeit, besteht die Gefahr, dass der Ölfilm reißt. Die Folge ist ein Motoroder Getriebeschaden. N wie Nockenwelle Die Nockenwelle wird von der Kurbelwelle angetrieben und betätigt so die Ventile. Sie dreht mit halber Kurbelwellendrehzahl und bewirkt so, dass sich nur bei jedem zweiten Auf und Ab der Kolben die Ventile öffnen. Für die Art des Antriebs und der Lage der Nockenwelle(n) existiert eine Vielzahl technischer Lösungen: Bei der OHC-Bauweise (Overhead Camshaft) erfolgt die Ventilsteuerung durch eine obenliegende Nockenwelle. Stößel und Stoßstangen sind dabei überflüssig. Bei den Motoren moderner Suzuki Modelle wird die DOHC-Bauform angewendet. Dabei werden die Ventile von zwei oben liegenden Nockenwellen (Double Overhead Camshaft oder Twin Cam) je Zylinderreihe gesteuert. O wie OElpumpe Die Ölpumpe eines Viertakt-Ottomotors hat die Aufgabe, alle zu schmierenden Teile des Motors mit Öl zu versorgen. Dabei haben sich drei Bauformen durchgesetzt: Die Außenzahnradpumpe fördert mit zwei meist gleich großen, miteinander kämmenden Zahnrädern das Öl in den Zahnlücken der Zahnräder an der Außenwand des Gehäuses entlang von der Saugseite zur Druckseite. Die Innenzahnradpumpe arbeitet grundsätzlich nach dem gleichen Prinzip, doch treibt bei ihr ein kleines, innenliegendes Zahnrad ein erheblich größeres, exzentrisch angeordnetes, innen verzahntes Außenrad an. Bei der Rotorpumpe bewegt der grob außen verzahnte Innenrotor einen innen ausgesparten Außenrotor. P wie Primärantrieb Der Primärantrieb überträgt das Motormoment von der Kurbelwelle auf die Getriebeeingangswelle. In der Regel übernehmen diese Aufgabe Zahnräder, manchmal auch Zahnketten. Außerdem reduziert der Primärantrieb die Kurbelwellendrehzahl auf eine niedrigere Umdrehungszahl der Getriebeeingangswelle. Das errechnet sich aus dem Verhältnis der Zahnanzahl des Abtriebrads (auf der Getriebeeingangswelle) zur Zahnanzahl des Antriebsrads (auf der Kurbelwelle). Um den gleichen Faktor, wie dabei die Drehzahl sinkt, erhöht sich das übertragene Drehmoment. Die übertragene Leistung bleibt jedoch konstant – sie ist das Produkt von Drehzahl mal Drehmoment. Q wie Quad Ein Quad ist ein kleines Kraftfahrzeug mit vier Rädern für ein bis zwei Personen. Der Fahrersitz besitzt Sattelform wie beim Motorrad. Suzuki gilt heute als Erfinder des modernen Quads: Als erstes Großserienfahrzeug gilt heute das Suzuki QuadRunner LT125 aus dem Jahre 1982. Zuvor wurden lediglich Dreiräder gebaut. Sport- und Freizeitfahrzeuge werden häufig als Quad bezeichnet, Arbeitsfahrzeuge mit Allradantrieb für den Geländeeinsatz eher als ATV. Die Vorderräder werden an Doppelquerlenkern geführt, bei Allrad-ATVs wird zusätzlich ein sperrbares Differenzialgetriebe eingebaut. Aus Sicherheitsgründen wird an Quads wie auch an Jet-Skis oder Motorschlitten ein Daumengashebel verbaut. R wie Rahmen Der Rahmen eines Motorrads schafft in erster Linie eine verwindungssteife Verbindung zwischen Vorder- und Hinterradführung, also Steuerkopf- und Schwingenlagerung. Außerdem muss der Rahmen Bauteile wie Motor, Tank und Sitzbank aufnehmen und darf dabei Bauteilen wie Vergasern, Auspuff und Kette nicht im Weg stehen. Enduros werden häufig mit einem Einschleifenrahmen ausgerüstet. Der wesentlich verwindungssteifere Doppelschleifenrahmen ist in schnellen Straßenmotorrädern wie den Suzuki GSX-R-Modellen zu finden. Durch die Anordnung von Lenkkopf und Schwingenlagerung trägt der Rahmen wesentlich zu den Fahreigenschaften eines Motorrads bei. Way of Life 29

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