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Suzuki Way of Life Magazin Herbst 2019

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Turkmenistan −›

Turkmenistan −› Usbekistan −› Tadschikistan −› Afghanistan −› Kirgisistan −› Kasachstan −› China −› Pakistan −› Indien Ganze drei Stunden dauert der Grenzübertritt in das abgeschottete Turkmenistan. Und hält für Peter überdies ein skurriles Erlebnis bereit: „Bei der Einreise nahm mir ein Arzt die Brille von der Nase, blickte hindurch und meinte, er könne mich so nicht weiterfahren lassen. Verwirrt folgte ich ihm in sein Büro, wo er mir die Hand hinhielt und nur sagte: ‚Money, money, money‘. Statt der verlangten zwanzig Dollar einigten wir uns auf fünf.“ Dass Turkmenistan ein streng autoritär geführtes Land ist, zeigt sich auch auf der Fahrt durch die Hauptstadt Aşgabat – ständige Überwachung ist hier an der Tagesordnung. Über sandige Pisten geht es weiter zum beeindruckenden „Door to Hell“, einem seit Jahrzehnten brennenden Gaskrater in der Wüste. Nachdem die exakte Fahrstrecke für die Fahrt durch Turkmenistan im Voraus bekannt gegeben und streng eingehalten werden musste, können sich beide in Usbekistan wieder frei bewegen und Über sandige Pisten geht es weiter zum beeindruckenden „Door to Hell“ besuchen die historischen Städte Xiva, Buxoro und Samarkand. In Tadschikistan fasziniert nicht nur die atemberaubende Höhenlandschaft, sondern auch die Suzuki V-Strom: „Während uns auf über 4.000 Höhenmetern schnell die Luft ausgeht, läuft sie unbeirrt ohne Anzeichen von Ermüdung verlässlich weiter. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wie wir von anderen Reisenden erfahren. Einer musste sogar seine Vespa über den Pass schieben, weil der Motor nicht mehr ansprang.“ Auf dem Pamir Highway treffen Claudia und Peter so viele andere Reisende wie nirgendwo sonst. „Es war interessant zu sehen, dass unterwegs jeder die gleichen Probleme hatte: Viele beschäftigte, das Motorrad am Laufen zu halten, Visa-Beschaffungen und Magen-Darm-Probleme.“ Das nächste Land, Afghanistan, ist nur durch einen Fluss von Tadschikistan getrennt. Nach einem Abstecher über die Grenzbrücke geht es wieder über Tadschikistan durch zwanzig Kilometer Niemandsland nach Kirgisistan. Der Sharyn-Canyon in Kasachstan und die ehemalige Hauptstadt des Landes, Almaty, sind nur ein paar Stunden entfernt. Am Song-Kul-See in Kirgisistan wechseln Claudia und Peter dann auf zwei Modelle mit weit weniger Pferdestärken. Doch „nach einem Tag am Pferd stellen wir mit schmerzendem Hinterteil fest, dass der Motorradsitz der Suzuki um einiges bequemer ist als der harte Sattel.“ Froh über die komfortable V-Strom machen sich die beiden auf den Weg zur Grenze Richtung China – und in Richtung des bürokratischen Wahnsinns. „Ganze zwei Tage waren wir trotz vollständig vorbereiteter Dokumente mit der Einreise beschäftigt. Erst nach allen Grenzformalitäten konnten wir mit Motorrad und Guide weiterfahren. Ein chinesischer Führerschein und chinesische Nummernschilder sind für ausländische Fahrzeuge Pflicht, außerdem wurde das Motorrad gründlich gescannt und desinfiziert. Bei uns wurde unter anderem Fieber gemessen und wir mussten unsere Handys abgeben, auf die eine chinesische Software installiert wurde“, berichtet Peter. Dieser Aufwand ist jedoch schnell vergessen, als die beiden auf dem etwa 4.700 Meter hohen Khunjerab-Pass stehen, dem höchsten internationalen Grenzübergang der Welt. Unter ihnen liegt Pakistan und belohnt mit einer kurvigen Fahrt auf dem perfekt asphaltierten Karakorum Highway entlang der Gebirge des Pamir, Karakorum, Hindukusch und Himalaya. Über Islamabad und Lahore gelangen Claudia und Peter zum einzig offenen Grenzübergang nach Indien. „Es war bunt und chaotisch. Selbst von Pakistan kommend, war der Verkehr für uns ein Schock. Kühe, Tuk-Tuks, Motorräder, Autos, Rikschas und Fußgänger versuchen alle gleichzeitig voranzukommen. Wenn nichts mehr weitergeht und alle stehen, beginnt jeder so viel wie möglich zu hupen. Bei über 40 Grad war das eine Geduldsprobe.“ Auch der Gegenverkehr zeigt sich von seiner weniger rücksichtsvollen Seite, mehrmals sind die beiden mit entgegenkommenden LKW, Tuk-Tuks und Kühen konfrontiert. Als einzige Rettung bleibt oft nur die Flucht in den Straßengraben. Dass ihre Reise kein Wellnessurlaub sein würde, war dem Paar von Anfang an bewusst. Doch das Leid und Elend, dem sie in Indien begegnen, erschüttert sie dennoch: „In Indien haben wir so viele bettelnde Straßenkinder gesehen, die verletzt und unterernährt allein am Straßenrand saßen. Das hat uns so beschäftigt, dass wir beschlossen haben, etwas zu tun. Unser nächstes Ziel war Nepal, also beschlossen wir, eine Spendenaktion für das SOS Kinderdorf Nepal zu starten. Wir haben eines dieser Dörfer besucht, und sind begeistert, wie glücklich die Kinder dort leben können. Und wir freuen uns sehr über alle, die dieses Projekt unter RoadsUp.com/sos unterstützen möchten.“ −›−›−› 42 Way of Life

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